Mode, Accessoires

Mode, Accessoires
© Photographer: Knud Nielsen | Agency: Dreamstime.com
Mode ist seit jeher ein Thema, das die Menschen polarisieren lässt. Das aus dem Französischen stammende Wort bezeichnet die Art, Dinge zu tun, zu benutzen oder anzuschaffen in einem ganz bestimmten Zeitabschnitt. Damit ist jede Modeerscheinung quasi eine Momentaufnahme eines kontinuierlichen Wandels, der in der menschlichen Gesellschaft stattfindet.
Mode unterliegt also immer einem zyklischen Wandel. Dabei muss man unterscheiden zwischen kurzfristigen Modellwellen und längerfristig bestehenden bzw. in zeitlichen Abständen wiederkehrenden Moden, die dann zumeist als „Klassiker“ oder auch "Retro" bezeichnet werden.
Moden gibt es in vielen Erscheinungsformen. Während heute der Begriff "Mode" oftmals ausschliesslich mit Bekleidungsstilen und den dazu passenden Accessoires (u. a. auch Haarschnitte etc.) verbunden wird, kann Mode im ursprünglichen Sinn auch wissenschaftliche, politische und intellektuelle Aspekte betreffen. Im gesellschaftlichen Bereich umfasst Mode ebenfalls nicht nur die bereits genannten Themengebiete, sondern jegliche Art von Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten, die dem zu einem bestimmten Zeitpunkt vorherrschenden Geschmack entsprechen. Bei ebensolchen Dingen, die zu einem früheren Zeitpunkt einmal als Mode galten, heute jedoch von anderen Modeerscheinungen überholt sind, spricht man von etwas "Altmodischem".
Da jede neue Mode aber auch neue Wertungsmassstäbe, Normen und Ansichtsweisen mit sich bringt, kann es durchaus sein, dass bislang als altmodisch geltenden Dinge, Ansichten oder Verhaltensweisen plötzlich wieder als modisch gelten.
Doch wodurch wird Mode erst möglich? Experten sehen in der vielschichtigen und inhomogenen Gesellschaft den Grund dafür. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die individualistischer, experimentierfreudiger und konsumorientierter sind als andere. Diese nehmen Modetrends in der Regel als erste auf. Nach einiger Zeit durchwandert die aktuelle Modeerscheinung dann auch die andere Bevölkerungsgruppe, bestehend aus den eher werteorientierten, konservativen und Neuem weniger aufgeschlossenen Menschen. Dies gilt allerdings nur, wenn sich die betreffende Mode lange genug hält und nicht vorzeitig durch einen anderen Trend abgelöst wird.
Heute ist die Mode vor allem durch den Massenkonsum bestimmt und beschert ganzen Industriezweigen Milliardenumsätze in jedem Jahr. Es wird vielfach versucht, Moden künstlich zu erzeugen, um diese dann in finanzieller Hinsicht auszunutzen. Nicht immer gelingt das - oft auch deshalb, weil nahezu jede Modeerscheinung einen entsprechenden Gegentrend auslöst, der dann seinerseits manchmal zur Mode wird. Dabei weist die Mode in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen deutlichen Trend zur globalen Verbreitung auf. Insbesondere aus den bekannten "Modeländern" wie USA, Italien oder Frankreich kommen regelmässig Modetrends, die dann hierzulande aufgenommen werden.
Mode wird in unserer modernen Gesellschaft immer wichtiger. Dazu tragen insbesondere die Massenmedien und die Werbeindustrie bei, die dafür sorgen, dass neue Trends innerhalb kürzester Zeit rund um den Erdball publik gemacht werden. Die heutigen Modetrends empfinden aber viele Menschen als Diktat, dem sie sich nicht - oder zumindest nicht vollständig - unterwerfen möchten. Nichtsdestotrotz gilt Mode seit jeher als wirksames Instrument, um die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen und eigene Ansichten, Werte und Überzeugungen anderen Menschen gegenüber darzustellen. Dazu zählen selbstverständlich nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch Accessoires wie Schuhe, Taschen, Brillen, Frisuren, Autos, elektronische Geräte und vieles mehr.