Kosmetik, Schönheit, Schönheitschirurgie

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Seit Urzeiten haben die Menschen das Bedürfnis, ihren Körper durch den Einsatz bestimmter Substanzen zu reinigen, zu pflegen, zu erhalten oder sogar zu verbessern bzw. zu verschönern. Alle diese Punkte zählt man zusammen unter dem Begriff "Kosmetik". Die Bezeichnung entstammt dem Griechischen, insbesondere dem Verb "kosméo", was soviel wie "schmücken" oder "ordnen" bedeutet.
Forscher fanden heraus, dass bereits in der prähistorischen Zeit insbesondere Frauen ihre Körper mit roter Farbe bemalten. Noch heute kann man diese Tradition bei Urwald- und Indianervölkern beobachten. Die Bemalung sollte damals die Schönheit und den Stand der Frau in der Gesellschaft herausstellen und sie darüber hinaus - wie es bis heute üblich ist - attraktiver für das andere Geschlecht machen.
Im frühen Ägypten schliesslich schminkten sich nicht nur Frauen mit aus Erde, Hölzern und Pflanzen hergestellten Farben, sondern auch viele Männer. Während bei Frauen vor allem die bereits genannten Motive dem Schminken zugrunde lagen, erfüllte diese "Urzeitkosmetik" bei Männern noch einen gänzlich anderen Zweck. Die Rede ist von der so genannten Kriegsbemalung, bei der durch besonders furchteinflössende und aufwändige kosmetische Massnahmen erreicht werden sollte, dass der Gegner mehr Respekt und Angst bekommt. Diese Kosmetik hatte also einen ganz genau definierten Zweck zu erfüllen.
Einen besonderen Stellenwert in der Kosmetik nehmen auch die Düfte ein. Insbesondere in der Zeit der frühen Hochkulturen sowie bis ins Mittelalter waren die Möglichkeiten zur Körperhygiene für die Menschen noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie - insbesondere in den warmen Sommermonaten - ausreichten, um jegliche Art von Körpergeruch zu beseitigen. Aus diesem Grund wurden duftende Substanzen aus Pflanzen, Hölzern, Harzen und tierischen Substanzen extrahiert und mit anderen Stoffen gemischt. Aus diesen Substanzen konnten anschliessend Parfüme beziehungsweise Duftwässer hergestellt werden, die die Menschen bei ihrer Körperhygiene unterstützten.
Die alten Ägypter waren es auch, die den Schönheitskult schliesslich immer weiter vorantrieben. Nicht nur reinigende Substanzen und allerlei duftende Stoffe kamen in Mode, sondern auch die nötigen Accessoires, um den Körper wirkungsvoll zu reinigen und zu verschönern. Die ersten Behälter für Schminke, Kämme für das Haar, Seifen und Rasierer wurden entwickelt. Fortan konnte der Körper nicht nur verschönert werden, sondern es bestand auch die Möglichkeit, störende Elemente, wie z. B. Haare etc., zu entfernen. Charakteristisch für diese Zeit ist auch die Verwendung von Hennafarbe aus roter Tonerde, die sowohl zum Färben der Haare als auch zum Schminken der Haut verwendet wurde.
Durch den grossen Einfluss der Kirchen im ausgehenden Mittelalter nahm die Nutzung von Kosmetik- und Körperpflegeartikeln in den folgenden Jahrhunderten wieder etwas ab, bevor sie schliesslich im 17. Jahrhundert wieder verstärkt aufgenommen wurde.
Heute bilden Körperpflege- und Kosmetikprodukte eine riesige Industrie, die jedes Jahr Umsätze in Milliardenhöhe generiert. Der Markt für solche Produkte kann grundsätzlich in fünf Teilbereiche gegliedert werden. Den ersten Teilbereich bilden dabei die Produkte zur Reinigung, Pflege und zum Schutz des menschlichen Körpers. Mund- und Zahnpflegeprodukte gehören zwar auch grundsätzlich zu dieser Kategorie, werden jedoch zur besseren Unterscheidung in eine eigene Kategorie eingeteilt. Die dritte Sparte besteht aus allen Mitteln und Substanzen, die zur Beeinflussung des Körpergeruchs dienen, zum Beispiel Parfüms, Deodorants usw. Mittel und Substanzen zur Behandlung des menschlichen Haares, wie beispielsweise Shampoo, Spülungen, Festiger, Haarfärbemittel etc., stellen die vierte Kategorie der Kosmetikprodukte dar. Der fünfte und letzte Teil sind schliesslich die dekorativen Kosmetikprodukte, zum Beispiel Make-up, Lidschatten, Kajal usw.
Heutzutage nimmt das äussere Erscheinungsbild bei uns Menschen eine sehr wichtige Stellung ein. Für viele von uns ist der tägliche Blick in den Spiegel auch eine Prüfung für unser Selbstbewusstsein. Selbst ein harmloser Makel kann so schnell einmal zu einem Problem oder gar zu einem Komplex werden. So kommt es, dass immer mehr Menschen eine Schönheitsoperation in Betracht ziehen. Da die Schönheitschirurgie grosse Fortschritte gemacht hat, sind die meisten Eingriffe ohne grosse Risiken für die Patienten. Kein Wunder also, dass zum Beispiel Männer mit ausfallenden Haaren eine Haartransplantation bei einem Spezialisten durchführen lassen.